Eingliederungshilfe

BESCHÜTZENDE UND OFFENE ANGEBOTE


Personenkreis und Aufnahmekriterien:

  

Als Einrichtung der Eingliederungshilfe nehmen wir in der Elisabethenstiftung seelisch behinderte erwachsene Frauen und Männer mit folgenden Diagnosen auf:

 

  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Suchtdiagnosen (Alkoholabhängigkeit, Politoxikomanie)
  • Suchtfolgeerkrankungen (z.B. amnestisches Syndrom)
  • Mehrfachdiagnosen (z.B. Suchterkrankungen und Psychose)

 

 

Aufenthaltsdauer:

 

Die Einrichtung betreut Menschen, die für einen unterschiedlich langen Lebensabschnitt den Hilferahmen einer stationären Betreuung benötigen. Die Verweildauer ist zeitlich nicht befristet.

 

 

 Art und Umfang der Leistungen:

  

Die Elisabethenstiftung gewährleistet in allen Leistungsvariante, dass der Einzelne entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen gefordert und gefördert wird. Freiräume zur eigenen Gestaltung ermöglichen dem Bewohner, zur Ruhe zu kommen und eigene Interessen zu pflegen.

 

 

Ziele

 

Die übergreifende Zielsetzung ist die Wiedereingliederung der psychisch kranken Menschen in die Gesellschaft. Wir unterstützen die Bewohner dabei, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

  • Stabilisierung der Lebenssituation
  • Akzeptanz der Lebenssituation (zeitlich begrenzte Einschränkungen der Freiheit beim Aufenthalt im beschützenden Wohnbereich)
  • Erlernen von geregelten Strukturen und normalen Abläufen
  • Förderung der Arbeitsfähigkeit
  • Eigenständige Freizeitgestaltung
  • Vermeidung von Über- und Unterforderung
  • Fähigkeiten in der Selbstversorgung erlenen bzw. verbessern
  • Förderung des Sozialverhaltens, der Kommunikation
  • Zuverlässige Einnahme der verordneten Medikamente
  • Entwicklung der Zukunftsperspektiven (z.B. Ambulant betreutes Wohnen, Wohnen in eigener Wohnung außerhalb der Einrichtung)

 

 

Maßnahmen

 

Da wir nach dem Prinzip der Selbstversorgung organisiert sind, ist es wichtig, dass sich jeder Bewohner an den Aufgaben des täglichen Lebens wie Zubereitung von Lebensmitteln, Einkauf, Wäschepflege und Reinigungsarbeiten beteiligt, auch um hauswirtschaftliche Fähigkeiten neu zu erlernen bzw. einzuüben. Der Umgang mit Geld ist ebenfalls Inhalt des Alltags.

 

Regelmäßige Teilnahme der Bewohner an der Beschäftigungstherapie (Montag – Freitag von 08:30 Uhr – 11:00 Uhr und Montag – Donnerstag 14:00 Uhr – 16:00 Uhr) ist ein wichtiger Bestandteil der Tages- und Wochenstruktur.

 

Bewohner im Seniorenalter haben die Möglichkeit, die Beschäftigungstherapie weiter zu besuchen.

 

Je nach Fähigkeiten und Kompetenzen des Einzelnen gibt es verschiedene Beschäftigungsangebote:

 

  • WfB-Auftragsarbeiten, Firmenaufträge
  •  Kunsthandwerkliche Produktion für den eigenen Verkaufsladen, Handarbeiten
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Botengänge für die Verwaltung
  • Einsatz im Gartenbereich oder im Reinigungs- sowie technischen Dienst

 

Nach einer Trainingsphase in der Beschäftigungstherapie besteht auch die Möglichkeit, in der benachbarten Kreisstadt in einer Werkstätte für Behinderte zu arbeiten.

  

Um während einer Krise eine Überforderung durch die vielfältigen Aufgabenstellungen zu vermeiden, achten wir darauf, dass die Bewohner individuelle Ruhephasen einplanen, ggf. reduzieren wir die Aufgaben des Einzelnen so lange wie nötig.

 

Da zu einem normalen Alltag auch die Gestaltung der Freizeit gehört, organisieren wir sowohl gruppeninterne als auch gruppenübergreifende Freizeitaktivitäten. Wir informieren die Bewohner über Angebote vor Ort in Lauingen und helfen bei Interesse, mit Vereinen, mit der Volkshochschule usw. Kontakt aufzunehmen.

 

Im Bereich der beschützenden Wohngruppen trainieren die Bewohner gezielt das Einhalten von individuellen Absprachen, um nach Ablauf des richterlichen Unterbringungsbeschlusses gerüstet zu sein für das Leben in einer offenen Wohngruppe. Die Hausordnung der Wohnbereiche beschreibt die Vorgehensweise und spezielle Regeln im Detail.